Projektbericht „3D-emokratie“

von GBG-Online

Im Rahmen der Projekttage fand am Georg-Büchner-Gymnasium erstmals das Projekt „3D-emokratie“ statt. Dabei verbanden die Schülerinnen und Schüler moderne 3D-Modellierung mit dem Thema Demokratie und erhielten spannende Einblicke in die Welt des 3D-Drucks. Das Projekt wurde geleitet von Frau Dorra, Frau Gerards und Frau Müller.

Am ersten Projekttag lernten die Teilnehmenden das 3D-Konstruktionsprogramm Tinkercad kennen. Zum Einstieg entwarfen sie zunächst eine Wahlurne, um sich mit den Werkzeugen vertraut zu machen. Anschließend gestalteten sie eigene 3D-Modelle zum Thema Demokratie. Dabei entstanden viele kreative Ideen – von Symbolen wie Herzen mit demokratischen Werten über Ratssitzungen bis hin zu einer Darstellung der Pnyx, dem historischen Versammlungsort der Demokratie im antiken Griechenland.

Während der Arbeitsphase konnten die Schülerinnen und Schüler außerdem den neu angeschafften, schuleigenen 3D-Drucker in Aktion erleben. Sie beobachteten, wie ein Modell Schicht für Schicht aufgebaut wird, und erhielten so einen ersten Einblick in die Funktionsweise der Technik. Zum Abschluss des Tages wurden die gelungensten Entwürfe ausgewählt und in einer demokratischen Abstimmung das Siegerprojekt bestimmt – ganz im Sinne des Projektthemas. Die beiden bestplatzierten Gewinner-Modelle wurde anschließend mit Frau Müllers privatem 3D-Drucker hergestellt.

Ein besonderes Highlight des Projekts war die Exkursion in das 3D-Drucklabor der Universität Duisburg-Essen am zweiten Projekttag. Nach der nicht ganz kurzen Anreise mit der Bahn wurde die Projektgruppe in zwei Gruppen geteilt: Eine Hälfte erhielt zunächst eine Führung durch das Labor. Dort konnten sie auch 3D-Druckverfahren und Materialien kennenlernen, die über den üblichen Standard hinausgingen. Die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen erklärten altersgerecht die verschiedenen Maschinen, Einsatzgebiete, Vor- und Nachteile und aktuelle Tendenzen in Forschung und Entwicklung. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich interessiert und stellten viele Fragen. Ben aus der 5c fasste seine Eindrücke wie zusammen: „Es ist krass, was man alles mit 3D-Druckern machen kann.“

Die andere Hälfte der Schülerinnen und Schüler nahm zunächst an einem Workshop teil. Sie entwarfen mit Tinkercad einen personalisierten Schlüsselanhänger mit ihrem Namen. Anschließend wurden die Gruppen gewechselt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der Universität ging es mit vielen neuen Eindrücken zurück nach Kaarst. Am dritten Projekttag blickte die Gruppe auf ihre Erlebnisse zurück. Ein Teil der Schülerinnen und Schüler gestaltete Plakate, während der andere Berichte verfasste, die in diesem Artikel zusammengefasst werden. So konnten die Ergebnisse und Erfahrungen der Projekttage für die Schulgemeinschaft dokumentiert und präsentiert werden.

Dass das Projekt großen Anklang fand, zeigen auch die Rückmeldungen der Teilnehmenden. Tim schrieb: „Ich fand dieses Projekt einzigartig und phänomenal, die Führung durch das Labor war auch etwas Besonderes.“ Ein anderer Schüler berichtete: „Dies war mein Lieblingstag, da es mir Spaß macht, Sachen zu modellieren.“

Unser ganz besonderer Dank gilt dem 3D-Druck-Labor der Universität Duisburg Essen unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Giese. Zum einen war die Führung durch das Labor ein Highlight der Projekttage, zum anderen sorgte Prof. Dr. Michael Giese dafür, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Schlüsselanhänger noch vor den Ferien in den Händen hielten.

Es folgt exemplarisch der Bericht von Yannis aus der 6a:

Dienstag 15.7. Ausflug 3-Druck zur UNI Duisburg/Essen                                                                

Gestern waren wir mit dem 3D- Druck Projekt in der Universität Essen-Duisburg.

Unsere Begleitpersonen waren Frau Dorra, Frau Gerards und Frau Müller.

Der Weg zur Uni war anstrengend, da wir mit der Bahn gefahren sind und es ein paar Probleme gab. Als erstes trafen wir uns am Kaarster See und fuhren von dort aus zum Düsseldorfer Hauptbahnhof.

Bei unserem Glück hatte sich die Bahn natürlich verspätet. Nach dem ganzen Getümmel am Düsseldorfer Hauptbahnhof, saßen wir ganz gemütlich in der nächsten Bahn nach Essen, beziehungsweise Altenessen. In Altenessen angekommen hatten wir bereits eineinhalb Stunden hinter uns. Nun mussten wir nur noch von Altenessen in die Straßenbahn einsteigen und zum Viehofer Platz fahren. Von dort mussten wir noch ein Stück laufen und waren auch schon an der Uni. Das Wort „schon“ im letzten Satz könnte man eigentlich auch streichen, denn wir haben es am Ende tatsächlich geschafft, 50 Minuten zu spät zu kommen.

In der Uni brauchte jeder erst mal eine Pause, doch wir wurden direkt begrüßt und dann ging es auch schon los.

Wir haben uns als erstes in 2 Gruppen aufgeteilt, die 5. Klässler in die eine Gruppe und alle anderen in die andere Gruppe. Die erste Gruppe machte bei einem Workshop mit und die andere bei einer Führung im 3D-Druck Labor. Danach haben wir das Ganze getauscht, so dass jeder alles mal gemacht hat.

Am Ende spendierte uns die Uni netterweise noch ein Essen.

Die Rückfahrt war leider genauso wuselig wie die Hinfahrt, weil manche Kinder auf der Fahrt Essen Hauptbahnhof bis Düsseldorf Hauptbahnhof vergessen haben, ihr Ticket abzustempeln.

Insgesamt war es aber trotzdem ein schöner Tag...

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