SV 2019/2020

SV 2019/2020

Die SV 2019/2020 stellt sich vor:

Colin (EF), Sophie (EF), Nina (Q2), Emilia (EF), Tristan (EF) und Felix (9a) (v.l.).

W I R

WIR

Mithilfe von Frau Ohm und Herrn Balkenhol setzen Wir uns auch in diesem Jahr dafür ein, dass die Schule ein schöner und angenehmer Ort zum Lernen und gemeinsamen Arbeiten ist, bleibt und wo es noch nicht so ist, wird.

Mit teils neuen Mitgliedern und auch alten Hasen starten Wir wieder durch, starten Projekte für eine Schule mit Courage und einen vielfältigen Schulalltag. Wir erarbeiten Konzepte und Ideen, die die Schule zu einem besseren Ort machen, an den man sich immer gerne erinnert. Unser Ziel ist es, dass Wir uns stets einen Schritt nach vorne bewegen und dass sich jeder akzeptiert, geschätzt und wohlfühlt.

Auch möchten Wir in diesem Jahr die Gelegenheit nutzen das Angebot für fair gehandelte Produkte in der Cafeteria und auf Schulveranstaltungen zu etablieren und ein Bewusstsein für unseren täglichen Konsum zu schaffen.

Daneben werden Wir uns gegen Ende des Schuljahres auch in das diesjährige Schulfest zum 45. Geburtstag der Schule einbringen und auch dort ein Projekt anbieten.

Zu guter Letzt sind Wir im SV-Büro auch immer ein Anlaufpunkt wenn ihr Fragen, Ideen, Bitten, aber auch Beschwerden über Themen und Ereignisse in der Schule habt, bei denen Wir euch unterstützen können. Dazu ist jede/r stets eingeladen!

Daran angeknüpft bieten Wir euch auch den Raum, Ideen für die Schule zu äußern, die Wir dann bei den Schulkonferenzen für Euch vertreten, aktiv angehen und für die Wir dann gerne kämpfen.

Generelle Informationen zu unseren neuen Projekten, Informationen über die Schule und andere wichtige Themen findet Ihr ab jetzt auch immer in unserem Schaukasten neben dem SV-Büro am Eingang zur Cafeteria.

Nun bedanken Wir uns schon mal für eurer Vertrauen und wünschen Euch ein erlebnisreiches und erfolgreiches Schuljahr.

Eure SV!

Text: SV, Foto: Hajo Wagner

Zeichen für Toleranz und gegen Rassismus

Wir, das GBG, dürfen uns schon seit mehreren Jahren „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ nennen. Eine Auszeichnung und ein Siegel mit einer Bedeutung, welche leider nicht selbstverständlich ist. Aus diesem Grund müssen wir in Zeiten von Terrorismus, Diskriminierung und Ausgrenzung ein starkes Zeichen setzen und möchten dafür unsere Möglichkeiten nutzen.

Ein Zeichen, was nach draußen in die Welt getragen wird. Das GBG hat vielleicht nicht eine so große Reichweite, wie manch ein Prominenter, aber jedes kleinste Zeichen auf der Welt gegen Rassismus schafft ein wenig mehr Aufklärung und Frieden.

Aus diesem Grund führt die Schülervertretung des GBGs jedes Jahr Aktionen gegen Rassismus durch.

Auch in diesem Jahr haben wir uns Gedanken zu diesem Thema gemacht. Es ging uns nicht nur darum unseren Mitschüler*innen zu vermitteln was Rassismus ist oder wie man ihn erkennt, denn Definitionen alleine können Rassismus nicht bekämpfen.

Wir wollten dieses Jahr ein Zeichen setzen, ein Zeichen der Gemeinschaft, nicht der Spaltung. In unserer Schule gibt es keine unüberwindbaren Schluchten, jede*r hilft jedem/jeder, egal wann und wo. Egal welcher Herkunft, Religion oder Sexualität man angehört.

Was fördert die Gemeinschaft mehr als gemeinsam zu musizieren? Man spürt die Kraft der Gemeinschaft, da alle etwas Gemeinsames machen. Man spricht die selben Worte und Gedanken aus und hat eine Menge Spaß dabei!

So versammelten sich am Donnerstag, den 27.06.19 alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Stufe in der Aula, um gemeinsam mit dem Schulorchester unsere Schulhymne zu singen.

Ein Stück, welches auch vom friedlichen Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen erzählt. Ein Stück, was die Gemeinschaft stärkt und den Rassismus verachtet und verdeutlicht, dass wir alle Menschen sind mit unterschiedlichem Aussehen und unterschiedlichen Kulturen und doch alle gleich sind und die gleiche Sprache sprechen.

Nun können alle, Teil von diesem Gefühl werden. Unser ausgewähltes Lied setzt ein Zeichen, dass den Rassismus verachtet und aussperrt, aber vielmehr an den guten Gedanken der Gemeinschaft und dem Zusammenleben festhält.

So ein Zeichen muss nicht so aufwändig wie diese Videoproduktion sein und wir würden uns wünschen, dass in Zukunft jede*r für den Frieden einsteht, auch wenn es sich dabei nur um kleine Handlungen handelt.

An dieser Stelle möchten wir uns als SV nochmals bei verschiedenen Menschen bedanken. Zum einen allen kräftigen Sänger*innen, dem Management der Bläck Föös, die uns die Erlaubnis zur Veröffentlichung dieses Videos gegeben haben, aber auch allen Lehrern, die das Stück mit den Schüler/innen einstudiert haben und somit die Aktion erst möglich gemacht haben. Auch ein großer Dank geht an alle Schüler*innen, die dafür gesorgt haben, dass man am Ende gutes Bild- und Tonmaterial hatte, um ein tolles Video zu produzieren.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich das Video anschauen und es verbreiten und somit mit uns gemeinsam ein Zeichen setzen!

Text: Tristan Merg (SV)

Musikalisches Zeichen für Toleranz und gegen Rassismus

Nein zu Rassismus, Ja zu Courage

Nein zu Rassismus, Ja zu Courage

Ein Zeichen gegen Rassismus und für Courage am GBG

Dass wir noch weit von einer Gesellschaft ohne Rassismus entfernt sind, zeigen die aktuellen Geschehnisse in den Vereinigten Staaten von Amerika. Auch in Europa und Deutschland haben sich Menschen versammelt, um ein Zeichen für Solidarität und gegen Rassismus zu setzen.

Als mit dem Zertifikat „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ ausgezeichnetes Gymnasium wollten auch wir nicht zu den Vorfällen schweigen und haben am Freitag Morgen neben dem Banner auch ein schwarzes Stofftuch am Schuleingang angebracht, um Stellung zu beziehen, für das Thema weiterhin zu sensibilisieren und uns betont Diskriminierung und Rassismus entgegenzustellen. Das schwarze Tuch spielte dabei auf den #BlackOutTuesday an, der in den sozialen Medien als Solidaritätsbekundung mit den friedlichen #blacklivesmatter Demonstrationen durch das Teilen eines schwarzen Bildes Umlauf machte.

Da ein schwarzes Quadrat allein jedoch nicht ausreicht, fließt die Thematik neben verschiedenen Anti-Rassismus Projekten der Schülervertretung natürlich auch in den Unterricht ein; so beschäftigen sich Schüler*innen im Englischunterricht in Klasse 9 derzeit ausdrücklich mit dem Thema Human Rights. Auch der Französischkurs in der gleichnamigen Jahrgangsstufe verfasste Gedichte zum bereichernden Umgang mit Diversität, die ihr neben weiteren Schüler*innenprodukten ebenso auf unserer Website finden könnt.

Gemeinsam Bildung gestalten kennt keinen Platz für Diskriminierung!

Lasst uns auch weiterhin nicht schweigen, wenn wir Ausgrenzungen erfahren oder beobachten.

Eure Schülervertretung

Schüler*innenprodukte gegen Rassismus

Vive la diversité

«Vive la diversité»

de Burak Bayrak 9b

La couleur de la peau n'est pas un problème
parce que tout le monde est du même (rang)
Ce n’est pas important que vous soyez chrétien,
juif ou musulmanparce que nous acceptons tout le monde.

 

Peu importe que vous soyez étranger ou immigrant,
parce que la personnalité est importante

Peu importe que vous soyez pauvre ou riche, noir ou blanc, petit ou grand, comme
je l'ai dit, nous acceptons tout le monde

 

Tout le monde peut venir dans notre pays
 - si vous venez, c'est « formi » (dable)
Vous pouvez toujours jouer avec nous,
venez, nous voulons vivre quelque chose avec vous

N'oubliez pas: Tout le monde est du même rang et l'origine n'est pas importante ;) 

Contre le racisme

«contre le racisme»

de Konstantin Plemper  9b

À la télé ou à l’école,
le racisme, ce n’est pas drôle.
Nous devons nous respecter
parce que c’est notre rôle.
Nous devons nous échanger
pour parler de problèmes
dans la vie et dans les poèmes.
Ensemble nous sommes forts,
c’est notre or.

«Dear Mr. President»

Als weitere Strophe zum Lied «Dear Mr. President» von P!nk schrieb:

Paula Küppers, 9a :

  Dear Mr. President,

  is everything great again ?

  What do you feel when you see all the people on the streets ?

  Do you think they are equal ?

  What do you see when you look in the mirror ?

  Do you feel different ? Are you more important ?

  Listen to me, black lives matter.

 

Moritz Frese, 9a :

  Do you feel guilty when you see all the dead guys,

  when it’s your job to keep them alive ?

  What if a part of your family dies ?

  So you recognize what you should feel for everyone in this big family.

  P.S. It’s called America.

 

Robin Zeller, 9a :

  Dear Mr. President,

  From the beginning I thought you were dumb,

  I have a little question with a big meaning ;

  Are you also breathing ?

  Because you’re deciding like a machine- no humanity nor sympathy.

  Are you like him and I –

  Sad when an innocent person dies ?

  It doesn’t matter if he is black or white.

  He was like a burning light,

  A person with a story and a child.

  He was working for you and your country- he worked for money.

  And I thought that this is something you prefer

  over his life.

Das Rassismusvirus

Das Rassismusvirus

Das Coronavirus geht alle an. Es ist zu einer weltweiten Pandemie geworden. Alle sitzen im selben Boot, könnte man denken.

Weltweit sind nun mehr als 1,9 Millionen Fälle bestätigt, die Dunkelziffer liegt noch höher. Jedes Land ist betroffen und trotzdem kämpft jeder für sich allein: Länder schließen ihre Grenzen, Menschen sitzen fern von ihrer Heimat fest.

Es wird davon geredet Solidarität zu zeigen, nicht als erstes an sich zu denken, Menschen zu helfen und sie mit dem eigenen Handeln nicht in Gefahr zu bringen. Eigentlich hat die Welt momentan nur einen Feind: unsichtbar, doch tödlich.

Die allermeisten Menschen haben so etwas noch nie erlebt. Es ist ein Ausnahmezustand. Die Menschen sind in Sorge und verwechseln den eigentlichen Feind. Sie haben Angst vor dem Virus und flüchten sich dabei in Diskriminierung bis hin zu Rassismus.

Dieser Rassismus fing bereits an, bevor das Virus überhaupt in Deutschland angekommen war. Mitte Januar hatte ich zum ersten Mal in den Medien von der Situation in China erfahren. Seitdem sah ich im Internet zunehmend Berichte von asiatisch aussehenden Menschen, die ausgeschlossen bzw. angefeindet wurden. Dabei war es nicht entscheidend, ob man aus China kam, Deutscher war, ursprünglich aus Vietnam stammte oder noch nie nach Asien gereist war.

Meiner Meinung nach gab es das Problem schon vor dem Virus: die Verallgemeinerung vieler Menschen mit asiatischem Aussehen. So kann aus einer Deutschen mit japanischen Wurzeln gleich eine Chinesin werden, zumindest im Kopf dieser rassistisch veranlagten Menschen. Nun kommt noch das Virus hinzu: Plötzlich wird man in seinem Alltag ausgeschlossen und

„Chinese“ wird zur Beleidigung. Ich glaube, dass diese Verallgemeinerung zusammen mit der

Panik der Menschen eine katastrophale Kombination darstellt, denn der Rassismus wird mit der Angst und dem Schutz vor dem Virus begründet. So berichten viele Betroffene von Beleidigungen oder sogar Übergriffen, ausgelöst allein durch die Panik vor dem Virus. Die häufigsten Berichte sind die, in welchen sich Menschen von einem in der Bahn wegsetzten, weil man einmal hustete. Wahrscheinlich ist den Menschen in dieser Situation gar nicht klar, dass sie diskriminierend gehandelt haben, da es für sie bloß Eigenschutz bedeutete. Ein Eigenschutz, welcher für mich zu diesem Zeitpunkt nicht einmal nötig erschien, da es in Deutschland erst ein Dutzend bestätigter Fälle gab. Doch dies ist nicht nur ein Phänomen in Deutschland, sondern tritt auf der ganzen Welt auf.

So pulsierten Hashtags wie #JeNeSuisPasUnVirus (Ich bin kein Virus) oder #IchBinKeinVirus in den französischen und deutschen sozialen Medien, um auf diesen Rassismus online aufmerksam zu machen und die Geschichten und Erlebnisse von Betroffenen zu teilen. Denn diese Diskriminierung tritt in allen Bereichen vom Internet bis zum Alltag auf. Auch in meinem direkten Umfeld ist mir bereits aufgefallen, wie Rassismus in Form von „Witzen“ oder „Humor“ als legitim angesehen wird und habe ebenfalls mitbekommen, dass dies in Verbindung mit dem Coronavirus ebenfalls sehr oft geschieht. Ich habe zum Beispiel oft gelesen, dass es zu Situationen kam, in denen asiatisch aussehenden Menschen von Fremden „Corona“ zugerufen wurde.

Meiner Meinung nach ist es unglaublich, dass selbst in der Zeit, wo Corona die ganze Welt betrifft und jedes Land Betroffene verzeichnen kann, dieser Rassismus ein enormes Problem bleibt und bleiben wird. So referiert der Präsident der USA, Donald Trump, immer wieder zu COVID-19 als dem „China-Virus“ oder auch als das „Chinesische Virus“. Solche Worte wie die des Präsidenten sind Auslöser für viele verzeichnete Übergriffe an asiatisch-amerikanischen Bürgern in den USA. Während die bereits genannte Diskriminierung in der Bahn einem noch als „harmlos“ erscheint, führt dieser Rassismus zu einem großen Ausmaß an verbaler und physischer Gewalt.

Diese Diskriminierung wird also von z.B. Staatsoberhäuptern weiter verursacht bzw. unterstützt, doch spielen die Medien auch eine sehr große Rolle bei der Verbreitung. Diese schüren die Panik und Angst der Menschen mit Artikeln wie „Darf man Glückskekse noch essen?“. Meiner Meinung nach wird so nur gezielt Angst vor asiatische Länder bzw. asiatisch aussehenden Menschen geweckt. Dabei fiel mir auf, dass bewusst banale Beispiele genutzt werden, wie das der Glückskekse. Meinem Eindruck nach sind die Menschen von der Angst geblendet und glauben diese Dinge leichter bzw. schneller und denken nicht mehr rational. Wie man sieht, haben diese Magazine, Zeitungen etc. einen großen Einfluss auf das Denken und somit das Handeln der Menschen. Sie werden dabei missbraucht, nur um Geld zu verdienen.

Und selbst in China gibt es Rassismus durch das Coronavirus. Man könnte sagen, dass es dort umgedreht ist. Während in Deutschland asiatisch aussehende Menschen diskriminiert werden, gibt es z.B. Berichte von Rassismus gegenüber dunkelhäutigen Staatsbürgern in China. Für China sowie die USA sind nämlich alle Neuinfektionen von außen eingeschleppt. Für mich wirkt dies wie bei einem Konflikt, bei dem jedes Land die Schuld allein auf ein anderes schiebt, um selbst nicht mit dem Problem in Verbindung gebracht zu werden und so versucht, die Situation zu lösen. Dies ist der Grund, weshalb Menschen die „ausländisch“ aussehen, in China und vielen anderen Ländern angefeindet werden. Denn die Denkweise der Mehrheit der Länder ist meinem Eindruck nach gleich: Das Virus kommt von außen, also muss man sich „vor außen“ schützen.

Das ist leider die Botschaft, welche von Staatsentscheidungen wie Grenzschließungen ausgeht, und bei den Menschen zu diesem Rassismus führt.

Ich finde, dass man in dieser Zeit für andere Menschen da sein sollte, anstatt Hass zu verbreiten, denn man muss immer im Hinterkopf behalten, dass das Virus nicht vor Grenzen, verschiedenen Religionen, sexuellen Ausrichtungen und Nationalitäten stoppt.

Von Emma Cosar (EF)